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Ort/Bundesland: Bayern
Schule: Ignaz-Kögler-Gymnasium
Lehrerin: Barbara Fenner
Altersgruppe: 14 Jahre und älter
Fach: Geschichte

Bibliografie

  • Fenner, Barbara: Es konnte überall geschehen. Landsbergs schwierige Zeitgeschichte, Landsberg am Lech 1995
  • Fenner, Barbara: Wir machen ein KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. sichtbar. Katalog zur Schülerausstellung über das Lager XI des größten Außenkommandos des ehemaligen KZ DachauThe first durable concentration camp, near Munich, Germany, opened in late March 1933. At first, political opponents were interned in Dachau. Gradually more groups were incarcerated there. In Dachau, there was no mass extermination program, but out of a total of 206,206 registered prisoners, there were 31,591 registered deaths. However, the total number of deaths in Dachau, including victims of individual and mass executions and death marches, will never be fully known. On April 29, 1945, the camp was liberated by units of the U.S. Seventh Army., Hofstetten 2000
  • Paulus, Martin / Raim, Edith / Zelger, Gerhard (Hg.): Ein Ort wie jeder andere. Bilder aus einer deutschen Kleinstadt. Landsberg 1923-1958, Reinbek bei Hamburg 1995
  • Raim, Edith: Die Dachauer KZ-Außenkommandos KauferingA complex of eleven subcamps of the Dachau concentration camp, existing from June 1944 to the End of April 1945. und Mühldorf. Rüstungsbauten und ZwangsarbeitPrisoners from concentration camps and workers conscripted in occupied Poland and the Soviet Union were compelled to work, on starvation rations, in agriculture, highway building and factories for the German state during World War II. Labor was also viewed as a form of killing by attrition. Forced labor was introduced for Sinti and Roma inside Nazi Germany in 1936, and after 1938 it was extended to German Jews and other concentration camp prisoners. Information from the Nuremberg trials estimated that there were 12 million forced laborers. im letzten Kriegsjahr 1944/45, Landsberg am Lech 1992

Projekt Kontakt

Barbara Fenner
Eichbergstr. 1
D-86928 Hofstetten
Tel.: +49 (0) 81 96 17 00

Bayerische Schüler einer neunten Klasse in Landsberg interessieren sich für ein ehemaliges Außenlager von Dachau auf dem Gebiet ihrer Heimatstadt. Sie legen im ehemaligen Lager Kaufering XI Betonfundamente der Funktionsbaracken frei und kartieren das Gelände. Durch ihre Ausgrabungen lassen sie das Lager wieder sichtbar werden. Sie machen eine Ausstellung und initiieren die Errichtung eines Gedenksteines.

Einleitung

Aktivitäten am Rande und außerhalb des Unterrichts, die von Schülerinnen und Schülern zum Teil selbständig und mit großem persönlichen Einsatz unternommen werden, hinterlassen manchmal eine Wirkung, die weit über die Schulzeit hinausgeht. Eine solche Wirkung tritt vor allen Dingen dann ein, wenn geeignete Gelegenheiten wahrgenommen werden, die den Jugendlichen im Sinne des pädagogischen Prinzips "learning by doing" weitgehend eigenverantwortliches, zielgerichtetes und konkretes Gestalten ermöglichen. Dadurch werden ihnen Erfolgserlebnisse sowie das Gefühl vermittelt, eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft übernehmen, Probleme verantwortungsbewusst lösen und Impulse für Veränderung geben zu können.

Unterrichtsgänge weckten das Interesse der Schülerinnen und Schüler, sich über die unterrichtliche Auseinandersetzung hinaus mit der Geschichte des "Dritten Reiches" zu beschäftigen. Ziel solcher Erkundungen war die Justizvollzugsanstalt (JVA) Landsberg, auf deren Friedhof sich sowohl die Gräber einzelner KZ-Opfer als auch die der bis 1951 von den Alliierten zum Tode verurteilten und hingerichteten Kriegsverbrecher befinden. Erkundungsziele waren darüber hinaus auch die Überreste des zum KZ DachauThe first durable concentration camp, near Munich, Germany, opened in late March 1933. At first, political opponents were interned in Dachau. Gradually more groups were incarcerated there. In Dachau, there was no mass extermination program, but out of a total of 206,206 registered prisoners, there were 31,591 registered deaths. However, the total number of deaths in Dachau, including victims of individual and mass executions and death marches, will never be fully known. On April 29, 1945, the camp was liberated by units of the U.S. Seventh Army. gehörenden ehemaligen Außenlagers KauferingA complex of eleven subcamps of the Dachau concentration camp, existing from June 1944 to the End of April 1945., dessen Lager VII und Ausstellungen über die KZ-Problematik. Auch Begegnungen mit ehemaligen KZ-Häftlingen, die von ihren schlimmsten Lebenserfahrungen berichteten, gehörten dazu. So war es naheliegend, das für eine ganze Generation schwer zu bewältigende Problem der KonzentrationslagerAbbreviated as KZ. Prison in which political and religious dissidents, ethnic and racial opponents were involuntarily held. Before the end of World War II, the Germans set up several thousand such camps. fünfzig Jahre nach Kriegsende erneut zu thematisieren und den Blick der Jugendlichen für die regionale Ausprägung des KZ-Terrors zu öffnen.

Außenlager Kaufering

Das ehemalige KZ- Kommando Kaufering liegt hauptsächlich im Landkreis Landsberg, teilweise in dessen Stadtgebiet. Hier waren fast ausschließlich jüdische Frauen, Männer und einzelne Kinder (rund 30.000) vorwiegend aus Osteuropa, aber auch aus Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und dem Deutschen Reich mit dem Bau von drei gigantischen unterirdischen Bunkeranlagen für die monatliche Produktion von 900 Jagdflugzeugen des Typs Me 262 befasst. Sie litten unter unsäglichen Arbeitsbedingungen, so dass ca. 14.500 an Hunger und Erschöpfung starben.

Herr Rom, ein Überlebender, der in Kaufering XI gelitten hatte, erzählte, wie er vergeblich versuchte diesen Platz wiederzufinden, um seiner toten Kameraden zu gedenken und sich mit der schrecklichen Vergangenheit direkt auseinander zu setzen. Er fand das Lager nicht mehr. Es war ihm unmöglich, den Platz zu identifizieren.

Projektdurchführung

Ein geschichtsbewusster Polizist aus Landsberg zeigte der damaligen Klasse 9b Fotos aus dem KonzentrationslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. und besorgte für uns Katasterpläne und Luftaufnahmen des Lagers vom April 1945. Er stellte Kontakte zu Zeitzeugen sowie zm Pächter des Stadtwaldhofes her. Dieser schenkte uns den Pickel, den er beim Umpflügen aus dem Boden des ehemaligen Lagers geborgen hatte und mit dem KZ-Häftlinge auf den Großbaustellen arbeiten mussten. Er zeigte uns erste sichtbare Überreste des Lagers und erzählte gemeinsam mit einem weiteren Zeitzeugen, wie 1944/45 die Kontakte zwischen dem Lager und dem Stadtwaldhof aussahen, wie die "KZler" täglich kamen, um Brot und Wasser zu holen. Dazu zogen sie dieselben Karren, mit denen die vielen Leichen abtransportiert wurden.

Die Idee, durch Vermessungen und durch das Freilegen von Betonfundamenten der Funktionsbaracken das Lager Kaufering XI wieder sichtbar zu machen und die Ergebnisse der Arbeit in einer systematischen, auf Anschaulichkeit angelegten Ausstellung der Schulgemeinschaft sowie einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen, stieß auf große Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern.

Etwa ein Drittel der damaligen Klasse 9b versuchte regelmäßig, in der Freizeit nach den Überresten des Lagers Kaufering XI zu suchen. Während andere Schülerinnen und Schüler zum Baden gingen, war die Geschichts-Arbeitsgemeinschaft einmal wöchentlich im Gelände. Außerdem schrieben ihre Mitglieder weltweit Zeitzeugen an. Auch im folgenden Schuljahr scheuten sie weder Zeit noch Kraft und erzielten sowohl bei den Geländearbeiten als auch bei der Einrichtung der vielbeachteten Ausstellung mit dem Titel "Wir machen ein KZ sichtbar" erstaunliche Ergebnisse und bemerkenswerte Erfolge, die in der regionalen und überregionalen Presse gewürdigt wurden (siehe pdf-Dokument).