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Regionalgeschichtliche Arbeit in der Gedenkstätte Breitenau

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key data

Ort/Bundesland: Hessen
Institution: Breitenau Memorial
Autor: Gunnar Richter
Altersgruppe: 14 Jahre und älter

Bibliografie

  • Elsas, Barbara / Nauendorf, Arnd / Richter, Gunnar: Überlegungen zur pädagogischen Konzeption für die Arbeit mit Jugendlichen in der Gedenkstätte Breitenau, Kassel 1994
  • Von Borstel, Stephan / Krause-Vilmar, Dietfrid: breitenau 1933-1945 - bilder, texte, documten - images, texts, documents, Kassel 2008
  • Krause-Vilmar, Dietfrid: Das KonzentrationslagerAbbreviated as KZ. Prison in which political and religious dissidents, ethnic and racial opponents were involuntarily held. Before the end of World War II, the Germans set up several thousand such camps. Breitenau. Ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34, 2. durchgesehene Auflage, Marburg 2000
  • Richter, Gunnar (Hg.): Breitenau - Zur Geschichte eines nationalsozialistischen Konzentrations- und Arbeitserziehungslagers, Kassel 1993
  • Richter, Gunnar (Red.): Die Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen bei Kassel. Ein Leseheft, 3. überarbeitete und ergänzte Auflage, Kassel 2002

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Projekt Kontakt

Gunnar Richter
Brückenstraße 12
D-34302 Guxhagen
Tel.: +49 (0) 56 65 35 33
Fax: +49 (0) 56 65 17 27
Mail: gedenkstätte-breitenau [at] t-online [dot] de

Breitenau war ein NS-Lager ausschließlich für Gefangene aus seiner Region. Darin unterschied es sich von den meisten anderen KZs. Deshalb erfahren Schulklassen und andere Besucher bei einem Besuch der heutigen Gedenkstätte viel über regionalgeschichtliche Bezüge, die sie aus Gefangenen- und Verwaltungsakten und zahlreichen aktuellen Veröffentlichungen zur Heimatgeschichte beziehen.

Einleitung

In der pädagogischen Arbeit der Gedenkstätte Breitenau kommt dem regionalgeschichtlichen Aspekt eine ganz besondere Bedeutung zu. Dieser Schwerpunkt hängt zusammen mit der Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte, der Funktion von Breitenau in der NS-Zeit, der außergewöhnlichen Quellenlage des ehemaligen Lagers sowie unseren Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit der letzten zehn Jahre.

Regionale Funktion Breitenaus in der NS-Zeit

Im Gegensatz zu den verschiedenen zentralen Konzentrationslagern, wie z.B. BuchenwaldA concentration camp opened in 1937 on the Ettersberg hillside overlooking Weimar, Germany. The first German and Austrian Jewish prisoners arrived in 1938, German and Austrian Gypsy prisoners were deported there after July 1938. During the war, nearly 65,000 of Buchenwald's 250,000 prisoners perished, others died in its more than 130 satellite labor camps. Buchenwald was one of the few major camps where prisoners rebelled in the days preceding liberation by units of the U.S. Army on April 11, 1945., Ravensbrück oder DachauThe first durable concentration camp, near Munich, Germany, opened in late March 1933. At first, political opponents were interned in Dachau. Gradually more groups were incarcerated there. In Dachau, there was no mass extermination program, but out of a total of 206,206 registered prisoners, there were 31,591 registered deaths. However, the total number of deaths in Dachau, including victims of individual and mass executions and death marches, will never be fully known. On April 29, 1945, the camp was liberated by units of the U.S. Seventh Army., in die deutsche und ausländische Gefangene aus vielen Ländern, Städten und Regionen eingewiesen wurden, war Breitenau ein NS-Lager für eine bestimmte Region - für Gefangene aus dem Regierungsbezirk Kassel und zum Teil aus Thüringen. Vom Sommer 1933 bis zum März 1934 befand sich dort zunächst ein frühes KonzentrationslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. für überwiegend politische Gefangene und während des Zweiten Weltkrieges ein Straflager der GestapoSecret State Police established in Prussia in 1933, by 1936, its authority extended throughout Germany. Together with the Kriminalpolizei, i.e., the nonuniformed detective forces, the Gestapo constituted the Sicherheitspolizei or Security Police. Kassel, ein sogenanntes Arbeitserziehungslager.

Dieses Straflager wurde außerdem für weibliche Gefangene von der Gestapo Weimar "genutzt", deren Zuständigkeitsbereich ganz Thüringen umfasste. Insgesamt wurden von diesen beiden Gestapostellen in die beiden Lager etwa 9.000 Gefangene eingewiesen, unter denen sich etwa 6.500 ausländische und 2.500 deutsche befanden. Unter den deutschen Gefangenen wiederum befanden sich auch etwa 200 jüdische Männer und Frauen. Außerdem waren in der Reichspogromnacht 24 jüdische Männer in Breitenau inhaftiert.

Durch die erhaltenen Akten lassen sich zahlreiche Informationen über das Schicksal einzelner Gefangener ermitteln. Anhand der Unterlagen lassen sich aber auch die letzten Wohnorte von mehr als 4.000 Gefangenen feststellen, wodurch sich regionalgeschichtliche Bezüge zwischen dem Lager Breitenau und mehr als 1.000 Städten und Orten ergeben, die überwiegend im Regierungsbezirk Kassel liegen. Bei den deutschen Gefangenen handelte es sich meist um ihre langjährigen Wohnorte, bei den ausländischen Gefangenen waren es die Orte, in denen sie bei Firmen, Betrieben oder Bauern ZwangsarbeitPrisoners from concentration camps and workers conscripted in occupied Poland and the Soviet Union were compelled to work, on starvation rations, in agriculture, highway building and factories for the German state during World War II. Labor was also viewed as a form of killing by attrition. Forced labor was introduced for Sinti and Roma inside Nazi Germany in 1936, and after 1938 it was extended to German Jews and other concentration camp prisoners. Information from the Nuremberg trials estimated that there were 12 million forced laborers. verrichten mussten. Während die deutschen Gefangenen vor allem wegen sogenannter "Verstöße" gegen die Volksgemeinschaft verhaftet worden waren, hatten die ausländischen Gefangenen vor allem gegen Bestimmungen des Einsatzes von Zwangsarbeitern verstoßen.

Regionalgeschichtlicher Ansatz in der pädagogischen Arbeit

In unserer Gedenkstättenarbeit hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass neben der Dauerausstellung der Gedenkstätte Breitenau vor allem drei Bereiche bei den Besuchern einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es sind dies:

  • die Besichtigung der ehemaligen Klosterkirche, die im Ostteil als Gotteshaus und im Mittelschiff und Westwerk als Haftstätte diente, in denen u.a. noch Strafzellen erhalten sind
  • das Erfahren von Einzelschicksalen Gefangener, u.a. auf der Grundlage der Beschäftigung mit Kopien der erhaltenen Aktenbestände
  • die regionalen Bezüge zu den Heimatorten der Besucher/Schüler

Aus diesen Erfahrungen heraus haben wir dem regionalgeschichtlichen Ansatz in unserer pädagogischen Arbeit einen besonderen Stellenwert eingeräumt. Schulklassen und andere Besuchergruppen erfahren bei einem Besuch der Gedenkstätte nicht nur etwas über die Geschichte Breitenaus als NS-Lager und Ort der Ausgrenzung, sondern auch über historische Bezüge zu ihrer Heimatregion. Als Informationsgrundlage dienen dabei die erhaltenen Gefangenen- und Verwaltungsakten, zusätzliche, in den letzten Jahren erschlossene Dokumente und Materialien, Nachschlagewerke und zahlreiche regionalgeschichtliche Veröffentlichungen.

Bezug zur Region der Besucher

In der Regel beziehen wir regionalgeschichtliche Informationen bereits bei der Einführung von Besuchergruppen ein. Anhand von Arbeitsmaterialien, auf denen Dokumente und Fotos abgebildet sind, geben wir einen Überblick über die Entwicklung Breitenaus mit dem Schwerpunkt NS-Zeit. Bei der Darstellung des frühen Konzentrationslagers, der jüdischen Gefangenen im November 1938 und des "Arbeitserziehungslagers" stellen wir jeweils einen Bezug zur Region der Besucher her, z.B. zu

  • den Gefangenen, die aus der Region der Besucher nach Breitenau in das frühe KZ oder in das Gestapo-Lager kamen
  • Zwangsarbeiterlagern, KZ-Außenlagern oder anderen Haft- und Verfolgungsstätten, die es am Wohnort der Besucher oder dessen unmittelbarer Umgebung gab
  • ehemaligen jüdischen Gemeinden, die in ihrer Region existierten und die in der Nazi-Zeit ausgelöscht wurden.

Mit der Einbeziehung dieser regionalen Entwicklungen haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht.

Spurensicherungsprojekte

Mit der Gedenkstättenarbeit möchten wir nicht nur Wissen über das damalige Geschehen vermitteln und an die Opfer erinnern, sondern eigenständige Auseinandersetzung initiieren. Der regionalgeschichtliche Ansatz kann in Projekten zur "Spurensicherung" vertieft werden. Durch eigenständiges Forschen und in Gesprächen mit Zeitzeugen wird nicht nur ein Stück der Vergangenheit sichtbar, sondern es werden auch Aspekte des Umgangs mit ihr und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart erfahrbar. Um diese Form der Auseinandersetzung zu fördern, bieten wir unsere Unterstützung bei "Spurensicherungsprojekten" an. In den letzten Jahren wurden mehrere solcher Projekte von Schülern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen durchgeführt:

So erforschten Schüler der Konrad-Adenauer-Schule in Fulda das Schicksal des katholischen Pfarrers Konrad Trageser aus Marbach bei Fulda, der wegen Wehrkraftzersetzung in Breitenau inhaftiert und dann nach Dachau deportiert worden war, wo er im Januar 1942 umkam. Nachdem die Schüler die Gedenkstätte besucht und die Gefangenenakte des Pfarrers eingesehen hatten, befragten sie Zeitzeugen, schrieben weitere Archive an und erstellten schließlich eine umfangreiche Ausstellung, die von der dortigen Kirchengemeinde ausgezeichnet wurde.

Schüler der König-Heinrich-Schule in Fritzlar erforschten im Rahmen des von der Körber-Stiftung ausgeschriebenen Schülerwettbewerbs Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten das Schicksal des ehemaligen polnischen Zwangsarbeiters Johann Nowak und der deutschen Magd Marie Mäding, die in Breitenau inhaftiert waren, weil sie ein gemeinsames Kind hatten. Für diesen Verstoß gegen die rassistischen Nazi-Verordnungen wurden Marie Mäding in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert und Johann Nowak öffentlich erhängt. Auch diese Schüler befragten Zeitzeugen, suchten die Orte des Geschehens auf und schrieben verschiedene Archive an. Ihre Arbeit wurde schließlich sogar im Rahmen des Schülerwettbewerbes der Körber Stiftung prämiert.

Eine Klasse der Gesamtschule Guxhagen beschäftigte sich mit dem Schicksal der ehemaligen jüdischen Familien Guxhagens. Dabei stützten sie sich auf Unterlagen der Gedenkstätte und des Gemeindearchivs, sprachen mit älteren Ortsbewohnern und fotografierten die Spuren ehemaligen jüdischen Lebens in Guxhagen: den jüdischen Friedhof, die ehemalige Synagoge, in der sich heute Mietwohnungen befinden, und die damaligen Wohnhäuser der jüdischen Familien. Das Ergebnis war eine kleine Ausstellung, die zunächst in der Schule und dann in der Gedenkstätte gezeigt wurde.

Nicht nur Schüler und Jugendliche, auch ältere Menschen haben sich für "Spurensicherungsprojekte" Unterstützung in der Gedenkstätte geholt. 1992 erarbeitete eine Gruppe von Rentnern am Stadtteilzentrum Agathof in Kassel-Bettenhausen eine eindrucksvolle Ton-Dia-Reihe über die Entwicklung dieses Stadtteils in der NS-Zeit. Vor allem für das Kapitel, das sich mit den zahlreichen Zwangsarbeiterlagern befasst, die während des Krieges in diesem Kasseler Industriestadtteil existierten, konnten wir der Gruppe Informationen und eine Reihe von Photos zur Verfügung stellen, die wir in den letzten Jahren von ehemaligen niederländischen Zwangsarbeitern erhalten hatten. Die Ton-Dia-Reihe wurde von einem Medienfachmann künstlerisch bearbeitet und ist nun als Videokassette erhältlich. Bei den genannten Beispielen handelt es sich eher um außergewöhnliche Projekte. In der Regel wenden sich Schüler an die Gedenkstätte, weil sie z.B. Referate über die NS-Zeit in ihrer Stadt oder Gemeinde vorbereiten. Auch hier versuchen wir, mit unseren Materialien, Erfahrungen und Kontakten behilflich zu sein.

Vorbereitungen zu KZ-Gedenkstättenfahrten

Ein weiterer Bereich, in dem der regionale Aspekt Breitenaus in besonderer Weise zum Tragen kommt, sind Vorbereitungen zu Fahrten in andere KZ-Gedenkstätten. Von Breitenau aus sind etwa 1.800 Gefangene in verschiedene Konzentrationslager deportiert worden, z.B. nach Buchenwald, Ravensbrück, SachsenhausenConcentration camp for men opened in 1936. Located in Oranienburg, a suburb of Berlin and the site of an earlier "wild" concentration camp, Sachsenhausen was adjacent to the Inspectorate of the Concentration Camps. It held about 200,000 prisoners, of whom 100,000 perished. It was liberated by the Soviet army in late April 1945., Dachau, Flossenbürg, NeuengammeA concentration camp near Hamburg, Germany, opened in December 1938, initially as a satellite of Sachsenhausen concentration camp. Neuengamme became an independent camp in June 1940. British troops liberated Neuengamme on May 4, 1945., MauthausenA camp for men opened in August 1938 near Linz. Mauthausen was established to exploit nearby stone quarries, it was classified by the SS as a camp of utmost severity. The prisoners included Italian, French, Yugoslavian, and Spanish political prisoners, Jews from Czechoslovakia and the Netherlands (1941), Gypsies from Austria (1938-40), nearly 30,000 Polish prisoners, and thousands of Soviet prisoners of war. The total number of prisoners who passed through Mauthausen is about 200,000, of whom 119,000 perished, including 38,000 Jews. Mauthausen was liberated by the U.S. Army on May 5, 1945. und AuschwitzA complex of concentration, labor and extermination camps located approximately 40 miles west of Cracow in Upper Silesia (Poland). Established in 1940 as a concentration camp, it became a killing center in 1942. Auschwitz I was the central camp. Auschwitz II, also known as Birkenau, was the killing center. Auschwitz III, or Monowitz, was the IG Farben labor camps, also known as BUNA. In addition, there were numerous subsidiary camps. Auschwitz was liberated by the Soviet Army on January 27, 1945.. Von 570 Deportierten existieren in der Gedenkstätte Gefangenenakten, die die Möglichkeit eröffnen, sich mit Einzelschicksalen zu befassen und einen regionalen Bezug herzustellen. In den letzten Jahren haben immer mehr Schulklassen und Jugendgruppen den Besuch der Gedenkstätten Buchenwald oder Auschwitz durch das Studium der Akten in Breitenau vorbereitet. Sie verfolgten z.B. den Leidensweg des 15-jährigen russischen Zwangsarbeiters Alexsej Ch., der in Bebra verhaftet wurde, weil er als blinder Passagier in einem Güterzug von seiner Arbeitsstelle floh und 1942 über Breitenau nach Buchenwald deportiert wurde, wo sich seine Spuren verlieren. Oder das Schicksal von Sofie Schnitzler, einer Kasseler Jüdin, die verhaftet und in das Lager Breitenau eingewiesen wurde, "weil sie sich als Jüdin einem Polizeibeamten gegenüber fortgesetzt frech und herausfordernd benahm ...". Am 23. November 1942 wurde sie von Breitenau nach Auschwitz deportiert. Kaum vier Wochen später war sie bereits tot - ihr Todesdatum ist in dem Gedenkbuch des Bundesarchivs Koblenz mit dem 26. Dezember des gleichen Jahres angegeben.

Auswertung

Wenn die Schüler sich zunächst mit den Einzelschicksalen befassen und im AnschlussThe incorporation of Austria into the German Reich on March 13, 1938. die Gedenkstätten aufsuchen, können sie Bezüge herstellen, die sich ihnen sonst wahrscheinlich nicht erschlossen hätten. Zum einen haben sie Einzelschicksale von Verfolgten vor Augen, die diese aus der Anonymität der erschreckend hohen Zahl der Ermordeten herausheben. Es handelt sich zudem um Verfolgte, die aus ihrer unmittelbaren Heimatregion kamen, die vielleicht Nachbarn gewesen wären, und sie, die Schüler oder Jugendlichen, bewegen sich nun auf ihren Spuren. Durch die regionalen Bezüge kann deutlich werden, dass Auschwitz und die anderen Lager am Ende eines Verfolgungsweges standen, der bei jedem einzelnen zu Hause - quasi vor jeder Haustüre - begann. Durch die Einbeziehung der regionalen Unterlagen wird deutlich, dass ein groß angelegter Verfolgungsapparat existierte, in den neben der Gestapo zahlreiche, scheinbar zivile Behörden wie Bürgermeisterämter, Finanzämter, Landratsämter, aber auch privatwirtschaftliche Betriebe einbezogen waren. Hierdurch wird der Blick auf Mittäter gelenkt, die nicht dem Bild des "brutalen SS-Mörders" entsprechen, sondern die eher zu den "ganz gewöhnlichen Nazi-Bürgern" zählten - und dennoch Rädchen im Getriebe des Verfolgungs- und Mordapparats darstellten.